Fließende Räume – Wenn Sie diese Schiebetüren einbauen, ergeben sich wertvolle Synergien

Egal, welche Architektur- oder Wohnzeitschrift man aufschlägt – man findet Wohnobjekte mit offenen Grundrissen und fließenden Räumen. Architekten und Bauherren sind gleichermaßen angetan. Doch beim Entwurf des neuen Hauses stellt sich schnell die Frage: Passt das auch zu uns?

Ja, denn die funktionalen und gestalterischen Vorteile einer offenen Architektur sind aktueller denn je. Und moderne Bauteile wie Schiebetür-Einbausysteme lassen die kritische Stimme schnell verstummen. Wir beleuchten die Geschichte und die Vorteile einer fließenden Raumgestaltung und zeigen Ihnen, wie Sie Offenheit und Transparenz im Wohnungsbau neu definieren können.

Fließende Räume

Klassische Moderne: Fließende Räume werden zum Markenzeichen.

Fließender Übergang – von der Antike bis heute

Auch wenn sie heute voll im Trend liegen, sind fließende Räume keine Erfindung unserer Zeit. Doch anders als heute wurde vor allem der Übergang von öffentlich zu privat durch unterschiedliche Maßnahmen vielschichtig gestaltet. Das hing auch mit der repräsentativen Aufgabe der Architektur zusammen.

Lange waren Säulengänge und Arkaden das architektonische Mittel der Wahl, wenn der Übergang zwischen innen und außen fließend gestaltet werden sollte. Bereits die Griechen nutzten bei ihren Tempeln eine von Säulenreihen gebildete Zwischenzone. Sie umgab den eigentlichen Sakralraum und vermittelten zwischen der Welt der Menschen und der Sphäre der Götter

Später nutzten weltliche und kirchliche Herrscher diese Stilmittel, um so eine Art Filter zwischen sich und der profanen Öffentlichkeit zu legen.

Klassische Moderne: »Floating Spaces« werden zum Markenzeichen

Mit der klassischen Moderne, die in den 1920er Jahren entstand, erlebten die fließenden Räume eine Renaissance. Die neue Architektur konzentrierte sich weniger auf die Außenwirkung und wurde zu der raumbildenden Kunst, wie wir sie heute kennen. Dies bedingte ein neues Nachdenken über den Raum, seine Funktion und Wirkung.

Gleichzeitig trennte die Einführung der Stahlskelettbauweise tragende Konstruktion und (Außen)Wand. Die Begrenzung konnte also unabhängig vom Raum flexibler gestaltet werden. Neue Materialien wie Stahl und Glas ermöglichten die transparente Architektur erst.

Ein Pionier der maximalen Offenheit in Europa war Mies van der Rohe. Seine Gebäude aus massiven Wandscheiben, schlanken Stützen und raumhohen Glaswänden lassen den Raum durch das gesamte Gebäude fließen. Der Innenraum wird zu einem geschützten Bereich in der Landschaft. Teilweise nutzt Mies Höhenunterschiede, um die Bereiche voneinander zu trennen.

Inspiration zu seinen „Floating Spaces“ soll Mies van der Rohe auch bei dem amerikanischen Architekten Frank Lloyd geholt haben. Er realisierte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts Wohngebäude mit offenen Grundrissen. Sein Anspruch war es, das Gebäude mit der Natur zu verzahnen. Für die Zonierung der Bereiche im Inneren nutzte er eingestellte Objekte wie Kamine.

Der Architekt Le Corbusier war ebenfalls fasziniert von einer offenen Grundrissgestaltung. Sie schenkte ihm die Möglichkeit die hierarchischen Raumstrukturen aufzubrechen. Mit Schiebeelementen konnte er eine flexiblere Nutzung anbieten.

Die drei Beispiele zeigen die Vorteile einer offenen, fließenden Grundrissgestaltung:

  • Innen und außen verschmelzen.
  • Hierarchische Raumstrukturen werden aufgelöst.
  • Die Nutzung wird flexibler.
  • Es entstehen großzügige und lichtdurchflutete Innenräume.

Es wird aber ebenfalls das Dilemma deutlich: Auch wenn es keine Trennwände mehr gibt, ist die Abgrenzung der Bereiche notwendig – aus architektonischer Sicht aber vor allem für eine alltagstaugliche Nutzung.

Aktueller Trend: Flexibel ist das neue Offen

Heute erleben wir eine grundlegende Umwälzung in der Bedeutung und Nutzung der Wohnräume. Die vor hundert Jahren angestoßene Auflösung der Raumordnung ist in der breiten Ebene angekommen.

In Bereichen wie der Küche, die lange privat galten, werden heute Gäste empfangen. Ehemals repräsentative Räume dienen mehr und mehr dem persönlichen Rückzug. Das bisher rein funktionale Bad wird zur individuellen Wellnesszone. Neue Funktionen wie Arbeiten sind dazugekommen.

Offene Räume sind ideal für eine vielseitige Nutzung – wirklich flexibel wird es allerdings erst, wenn einzelne Bereiche je nach individuellem Bedarf verbunden oder getrennt werden können. Statt wie bisher große – oder kleine – Räume zu planen, gilt es, Zonen zu definieren, deren Beziehung variabel gestaltet werden kann.

Schiebetüren: Lassen Räume wieder fließen

Bei der neuen Raumerschließung kommt den Architekten heute ebenfalls innovative Bauteile zugute: moderne Einbausystem für Schiebetüren. Wir stellen Ihnen drei Varianten vor, mit denen es spielend gelingt, den scheinbaren Gegensatz von Großzügigkeit und Privatsphäre zu überwinden – und einen Mehrwert für die Architektur zu genieren.

Die Unsichtbare: wandintegrierte Schiebetür ohne Rahmen.

Wandintegrierte Schiebetüren ohne Rahmen schaffen, woran bisher offene Raumkonzepte gescheitert sind: Mit ihnen lässt sich der Grad der Verbindung individuell steuern – von maximal offen bis wirklich getrennt.

Geöffnet sind sie nahezu unsichtbar. Da sie keinen sichtbaren Blendrahmen um die Öffnung haben, fehlt die für eine Tür übliche Zäsur auf der Wand. Zudem verschwindet das geöffnete Türblatt in der Wandtasche.

Geschlossen bieten sie besten Blick- und Schallschutz. Die Lage der Laufschiene und des Anschlags in der Laibung minimiert Fugen, durch die Geräusche oder gar ein Blick fallen können. So wird bei Bedarf die Privatsphäre geschützt und unterschiedliche Nutzungen in dem sonst offenen Raum ermöglicht.

Einbausysteme wie BELPORT von WINGBURG machen die Planung, Ausschreibung und Umsetzung dieses Schiebetürtyps einfach und sicher. Zudem sind sie je nach Ausstattungslinie mit Komfort-Funktionen ausgestattet, die eine hochwertige Architektur buchstäblich spürbar machen.

Tipp: Wenn Sie ein klassisches Ambiente bevorzugen oder Sie Wert auf die harmonische Kombination mit vorhandenen Flügeltüren legen, bietet sich das Einbausystem CAVIS mit an. Es ist für die Aufnahme eines Holztürrahmens vorgerüstet.

Der Raumteiler: zweiflügelige Schiebetür

Natürlich spielt auch die Breite der Schiebetür für die fließende Raumwirkung eine entscheidende Rolle. Wandintegrierte Doppelflügeltüren bieten im geöffneten Zustand die gewünschte Weite. Im geschlossenen Zustand sind sie wirkliche Raumtrenner.

WINGBURG bietet seine Einbausysteme BELPORT und CAVIS bis zu einer Öffnungsbreite von nahezu vier Metern an. Ein optional integrierter Synchronlauf sorgt dafür, dass sich beide Türblätter gleichmäßig bewegen. Er erlaubt zudem das einfache Öffnen beider Flügel mit nur einer Hand.

Die Transparente: Glasschiebetüren

Wer nicht nur Weite, sondern auch Helligkeit und Transparent wünscht, entscheidet sich für eine wandintegrierte moderne Glasschiebetür. Durch die Gestaltung des Glasschiebeelements kann der Grad der Verbindung noch einmal differenziert werden.

Ein transparentes Türblatt lässt Blicke zu, schirmt jedoch Schall ab.

Ein transluzentes oder gemustertes Türblatt schirmt Blicke und Geräusche ab, lässt aber Licht in den benachbarten Raum fallen.

Ausgerüstet mit einem Klemmbeschlag können die Einbausysteme BELPORT und CAVIS für ESG-Scheiben aufnehmen. Die Beschlag-Sets sind perfekt auf das jeweilige Einbausystem abgestimmt. So sorgt bei dem rahmenlosen System BELPORT beispielsweise eine Blende dafür, dass die minimalistische Optik konsequent durchgehalten wird.

Das Beste aus beiden Welten

Mit einer Schiebetür können Sie fließende Räume und den Wunsch nach räumlichen Grenzen miteinander kombinieren – und zwar jeden Tag neu und genauso wie es benötigt wird.

Benötigen Sie noch weitere Informationen? Dann sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.