Schiebetür und Edelstahl: Darum ist es die einzig sinnvolle Kombination

Warum hochwertigen und teuren Stahl für Schiebetüren verwenden, wenn es Alternativen aus Leichtmetall gibt? Dafür gibt es viele Gründe – die Materialeigenschaften, die Einsatzbereiche und viele Anwendungsideen für Schiebetüren mit Edelstahl.

Wir unterstützen Sie bei der Entscheidung für eine hochwertige Edelstahl-Schiebetür, indem wir folgende Fragen klären.

  • Welche Materialeigenschaften machen Edelstahl so besonders?
  • Warum ist eine Stahlzarge für Schiebetüren in der Wand die beste Lösung?
  • Wie wirken Schiebetüren mit Stahlrahmen besonders edel?
Schiebetür Edelstahl

Schiebetüren und Edelstahl: Besonders bei Schiebetüren in der Wand ist ein stabiler Rahmen wichtig.

Kompakt und übersichtlich: Was ist Edelstahl?

Eisen und Stahl werden schon seit Tausenden von Jahren gewonnen und verarbeitet. Doch erst mit der Industrialisierung konnte Stahl in großen Mengen produziert werden. Aus dieser Zeit stammt auch die gebräuchliche Definition von Stahl als Eisen-Kohlenstoff-Legierung.

Heute definiert die EN 10020 »Begriffsbestimmungen für die Einteilung der Stähle« die chemischen Zusammensetzungen und die Arten von Stahl.

  • Stahl ist Eisen, dem Kohlenstoff zugesetzt wurde um die Qualität und die Verarbeitbarkeit zu steigern und zu beeinflussen. Der Massenanteil von Kohlenstoff darf maximal 2 % betragen.
  • Besonders reiner Stahl, der nur wenig Eisenbegleiter wie Schwefel und Phosphor enthält, wird Edelstahl genannt. Die erlaubten Mengen sind in der EN 10020 festgelegt.
  • Wird Edelstahl mit mindestens 10,5% Chrom legiert, entsteht rostfreier Edelstahl. Streng technisch gesehen ist nicht jeder Edelstahl rostfrei. Umgangssprachlich wird es aber gleichgesetzt.

Bei Ausschreibungen kann es sinnvoll sein, die in der Norm definierten Bezeichnungen zu verwenden.

Vielseitig und hoch funktional: Edelstahl in der Architektur

Rostfreier Edelstahl ist ein verhältnismäßig neuer Werkstoff. Er wurde Anfang des 20sten Jahrhunderts für die aufstrebende Chemieindustrie entwickelt. Sie verlangte nach einem besonders säure-, nässe- und korrosionsbeständigem Material.

Schnell erkannten auch andere Industrien den Wert des neuen Werkstoffes. Rostfreier Edelstahl ist

  • in der Produktion leicht zu verformen.
  • als fertiges Element aber sehr robust.
  • Besonders hygienisch und einfach zu reinigen
  • mit Metalloberfläche optisch dauerhaft ansprechend. Kann aber auch gut beschichtet werden.

In kürzester Zeit wurde Edelstahl auch in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt, in der Produktion der aufkommenden Haushaltsgeräte oder der Medizin.

Auch die Architektur entdeckte das robuste und optisch dauerhaft ansprechende Material für sich. Ende der 1920er Jahre wurde das Chrysler Building in New York als erstes Gebäude mit einem Dach aus Edelstahl rostfrei gebaut.

Heute findet man Edelstahl überall dort, wo eine hohe Belastung, ein hoher optischer Anspruch und/oder maximale Hygiene gefragt sind: von Verkleidungen für Böden, Wände, Dächer und Fassaden über Türen und Schiebetüren aus Edelstahl bis zu Befestigungen für Glasfassaden.

Schützend und hochwertig: Türen aus (Edel)Stahl

Viele Bauteile, die hohen mechanischen, hygienischen oder optische Ansprüche gerecht werden müssen, werden heute aus hochwertigem Metall angeboten. Dazu zählen auch Türen und Schiebetüren aus Edelstahl beziehungsweise Stahl.

Ein klassisches Beispiel für eine Tür komplett aus Stahl ist die Brandschutztür. Durch ihren hohen Feuerwiederstand schützt sie – anders als die brennbare Holztür – vor dem Ausbreiten der Flammen.

Darüber hinaus können auch einzelne Bestandteile einer Tür oder Schiebetür aus Edelstahl gefertigt sein.

  • Edelstahltürblatt
    Ein Türblatt aus Edelstahl wird in der Regel für Türen eingesetzt, die Brandabschnitte trennen oder besonders sensible Räume schützen.
  • Türbänder und Schiebetürbeschläge aus Edelstahl
    Edelstahl für Scharniere oder Laufschiene kommt aus zwei Gründen zum Einsatz: vor allem bei besonders schweren Objekttüren aber auch bei sichtbaren Beschlägen unter dem gestalterischen Gesichtspunkt.
  • Türgriffe aus Edelstahl
    Bei Griffen und Beschlägen wird Edelstahl aus überwiegend ästhetischen Gesichtspunkten verwenden. Der feine metallische Glanz und der graue Farbton von gebürstetem Edelstahl wirkt hochwertig und gleichzeitig dezent.
  • Edelstahl- und Stahlzargen
    Bei einer Flügeltür kommt eine Stahlzarge aus den gleichen Gründen wie ein Stahltürblatt zum Einsatz: besondere Schutz der dahinter liegenden Räume. Bei einer in die Wand verbauten Schiebetür geht es ebenfalls um Schutz: die stabile Stahlkonstruktion schützt die Wand vor Kräften, die bei der Betätigung der Tür entstehen.

Widerstandsfähig und notwendig: Stahlzargen für Schiebetüren

Als bewegliche Bauteile unterliegen Türen und Schiebetüren einer hohen Kräftebeanspruchung. Die Konstruktion muss Erschütterungen aufnehmen und nach Möglichkeit nicht an die Wand weitergeben.

Besonders bei Schiebetüren in der Wand ist ein stabiler Rahmen wichtig. Er verhindert, dass Erschütterungen an die starre Wandkonstruktion weitergeleitet werden und Risse entstehen.

WINGBURG fertigt die Profile für seine Schiebetürsysteme CAVIS und BELPORT aus verzinktem Stahl.  Die selbsttragende Konstruktion mit Wandtasche ist die beste Voraussetzung für eine lange Lebensdauer.

Alltagstauglich und edel: Stahlrahmen bei Schiebetüren

Anders als bei klassischen Flügeltüren ist ein Türrahmen nicht zwingender Bestandteil eines Schiebetürsystems. Dennoch sprechen gute Gründe für einen Blendrahmen rund um die Türöffnung:

  • Einheitliche Gestaltung bei Kombination mit Standardtüren
  • Klassische Türoptik
  • Schutz der Laibungskanten

WINGBURG bietet mit CAVIS ein Schiebetürsystem, dessen Profile für die Aufnahme eines Blendrahmens vorgerüstet sind. Dieser kann wie bei den eingebauten Standardtüren aus Holz bestehen. Für Türen mit besonderer Beanspruchung bietet WINGBURG zwei Stahlrahmen an.

Sicher und vielseitig: Einsatzbereiche für eine Edelstahl-Schiebetür

Innenlaufende Schiebetüren sind die perfekten Platzspartüren. Enge Grundrisse und kleine Räume gewinnen dadurch wichtige Fläche. Gleichzeitig sind das die Stellen, wo schnell Gedränge herrscht. Menschen und Gepäck mit Wand oder Tür leicht auch mal unsanft in Berührung kommen.

Gleichzeitig überzeugen Schiebetüren durch einen hohen Komfort. Das macht sie ideal als Innentüren, die von allen unabhängig von Alter, Größe oder motorischen Möglichkeiten betätigt werden können. Doch gerade der Alltag von Familien mit kleinen Kindern kann ganz schön turbulent sein.

Ein Stahlrahmen rund um die Schiebetüröffnung ist sinnvoll bei:

  • Schiebetüren in engen Räumen
  • Wohnraumtüren für Familien
  • Bürotüren

Gestalterische Möglichkeiten für einen edlen Stahltürrahmen

Stahlrahmen – das war lange ein optisches K.O. Man sah es einer Tür einfach immer an – und besonders in Kombination mit Holztürrahmen war der Unterschied sichtbar.

Diese Zeiten sind zum Glück vorbei – sowohl die Stahlzarge als auch der klassische Türrahmen bieten heute eine einheitlich geradlinige Optik, die zu einer harmonischen, modernen Innenraumgestaltung beitragen kann.

WINGBURG beispielsweise bietet zwei unterschiedliche Designs an:

  • Filigrane Stahlzarge.
    Blendrahmen aus Stahl sind klassischerweise schmaler als Holztürrahmen. FERRUM hat einen Zargenspiegel von 30 mm und ein geradliniges Design. Die Oberfläche ist werkseitig grundiert und kann in allen Farbtönen lackiert werden.
  • Stahlzarge in gleicher Breite wie klassischer Türrahmen.
    Ein wichtiges Entscheidungskriterium für eine Schiebetür mit Rahmen ist die harmonische Kombination mit Standardtüren. Der klassische Blendrahmen hat einen Zargenspiegel von 60 mm – ebenso wie der Metallrahmen Stahl 60. Auch er hat ein gradlinig modernes Design.

Für welchen Rahmen entscheiden Sie sich? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir helfen Ihnen gerne weiter.