Schiebewand: Entdecken Sie das Wand-in-Wand Prinzip

Mit Schiebewänden oder auch Raumteilern lassen sich große Räume und multifunktionale Bereiche einfach trennen und flexibel nutzen. Da Flexibilität das Gebot der Stunde ist, entdecken immer mehr Architekten Trennwände zum Schieben. Entdecken Sie jetzt ein neues Konstruktionsprinzip.

Verschiebbare Innenwände bestehen häufig aus mehreren Elementen, die in einer oder mehreren parallelen Schienen geführt werden. Bei Bedarf können sie zur Seite und zusammengeschoben werden.

Was ist das Wand-in-Wand-Prinzip?

Bei dem Wand-in-Wand-Prinzip wird die Schiebewand in die benachbarte Wand eingeschoben. In diese wurde eine Wandtasche eingebaut, die das Schiebeelement aufnimmt.

Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht.

WINGBURG, Hersteller von Schiebetüren und Schiebewänden, bietet Einbausysteme, die neben allen Beschlägen auch eine vormontierte Wandtasche beinhalten.

Das gesamte Einbauelement wird in die Wandöffnung eingesetzt, montiert und die Wandtasche zusammen mit der Wandoberfläche beschichtet – je nach Beschaffenheit der Wand verputzt oder mit Gipskarton beplankt.

Die Wand-in-Wand-Konstruktion ist platzsparend und bei eingeschobenem Schiebeelement nahezu unsichtbar. Keine störenden Schiebeelement-Pakete vor der Wand. Im Gegenteil: Die volle Durchgangsbreite ist verfügbar.

Expertentipp: Wenn Sie im zu teilenden Raum keinen Wandvorsprung haben wollen, können Sie das Schiebeelement auch in der Wand des benachbarten Raumes verschwinden lassen.

Konstruktion: Schiebewand wird hängend in Schiene montiert

Die Einbausysteme von WINGBURG sind eigenständige Bauteile. Der Rahmen besteht aus hochwertigen Profilen. Das Besondere: Das selbsttragende Schienentragprofil als horizontaler Abschluss ermöglicht es, die Laufschiene auch bei eingebautem System jederzeit zu entnehmen.

Die verschiebbare Wandtafel wird nach der Montage mit dem passenden Beschlag-Set in die Laufschiene eingehängt. Eine dezente Führung am Boden sorgt hier für sicheren Halt.

Die integrierte Wandtasche besteht bei dem Einbau in eine Trockenbauwand ebenfalls aus Profilen. Bei einer massiven Wand ist sie werkseitig bereits mit einer Putzträgerplatte versehen.

Expertentipp: Kann aus statischen Gründen die Öffnung nicht breiter als der Durchgang ausgeführt werden, setzen Sie eine Trockenbau-Schale vor die massive Wand. Ein Abstand von 10 cm genügt, um das Einbausystem aufzunehmen. 

Abmessungen: Schiebewände auf Maß

Bei Schiebewänden wird immer schnell groß gedacht. Das ist auch richtig. Es gibt aber auch Einsatzbereiche, bei denen schmalere Durchgänge oder kleinere Bereiche abgetrennt werden sollen.

Daher bietet WINGBURG seine Komplettsets in allen gängigen Türmaßen an. Darüber hinaus sind Maßanfertigungen problemlos möglich.

Mit einem Schiebeelement lassen sich Öffnungen zwischen 0,61 und knapp 2 Meter verschließen.

Bei zwei gegenüberliegenden Schiebeelementen können demzufolge Zwischenwände von bis zu 4 Meter Breite temporär eingezogen werden.

Expertentipp: Nutzen Sie eine zweiflügelige Anlage auch, wenn der Grad der Verbindung individuell abgestuft werden soll. Ein Flügel kann beispielsweise in der Regel fix sein und nur bei besonderen Anlässen geöffnet werden.

Gestaltung: Flexibilität ist auch hier oberstes Gebot

Beim Wand-in-Wand-Prinzip ist Übergang von Schiebetür zu Schiebewand fließend. Möchten Sie den Eindruck einer verschiebbaren Wand erzeugen, sollten Sie die folgenden Parameter einhalten:

  • Öffnungsgestaltung:  Die Öffnung sollte möglichst rahmenlos sein. Ein Blendrahmen wird sofort mit einer Tür assoziiert, das Schiebeelement wird zum Türblatt. Läuft die Wand bis an die Kante der Öffnung, wird auch das Schiebeelement Teil der Wand. Das Einbausystem BELPORT von WINGBURG erlaubt mit einer Spachtelzarge die rahmenlose Umsetzung einer Schiebetür.
  • Höhe: Eine Schiebewand ist möglichst hoch. Sie muss nicht vollständig raumhoch sein, doch je höher, desto besser. Das Einbausystem BELPORT kann auf Wunsch werkseitig so angepasst werden, dass ein Einbau ohne Sturz möglich ist.
  • Schiebewand aus Glas: BELPORT kann mit einem Klemmbeschlag für die Ausstattung mit einem ESG-Schiebeelement ausgerüstet werden.  Mit einer gläsernen Schiebetrennwand gestalten Sie die Grad der Trennung vielschichtiger. Lichteinfall oder sogar Blickbeziehungen in den benachbarten Raum sind möglich. Das Glas kann individuell bedruckt oder mattiert werden.
  • Griffe: Dezente Griffleisten, die kaum auftragen, oder eingelassene Griffmuscheln stören das Bild der Wand kaum und erlauben zudem, dass die Wandscheibe vollständig in die Wandtasche eingeschoben werden kann.

Bedienung: Im Handstreich neue Räume

Erst wird geruckelt und gerüttelt, dann geflucht. Wer schon einmal die vielen Elemente einer herkömmlichen Schiebewand an die Seite bugsieren musste, kennt die Schwierigkeiten. Bei einer Wand-in-Wand-Konstruktion muss lediglich ein Element gerade in die Wandtasche eingeschoben werden.

BELPORT von WINGBURG verfügt über einen optimierten Laufwagen, der perfekt auf die Laufschiene abgestimmt ist. Mit nur zwei Laufwagen können Türblätter bis zu 80 Kilogramm Gewicht einfach und leise bewegt werden. Bei größeren und schwereren Türen wird einfach die Anzahl der Laufwagen erhöht.

Zusätzliche Beschläge machen die Handhabung zudem komfortabel und sicher.

  • Ein Einzugsdämpfer (optional ein- oder beidseitig) zieht das Türblatt langsam und leise in die jeweilige Ruheposition und bietet sicheren Klemmschutz.
  • Dank des Push to slide Beschlags kann das Schiebeelement vollständig eingeschoben werden – da es einfach wieder aus der Wandtasche hervorgeholt werden kann. Ein sanfter Druck auf die Stirnseite genügt und es springt hervor.
  • Bei zweiflügeligen Anlagen verteilt ein Synchronlauf die Kraft gleichmäßig auf beide Flügel. Sie bewegen sich symmetrisch – und können mit nur einer Hand gleichzeitig bedient werden.

Neben der objektspezifischen Gestaltung ist die einfach und komfortable Bedienung ist eine wichtige Voraussetzung für vielseitige Einsatzoptionen.

Einsatzbereiche: Schiebewand für Wohnen und Objekt

Der Einsatz von Schiebeelementen um Räume temporär zu zonieren und flexible Raumnutzungskonzepte zu ermöglichen, ist nicht neu.

In Japan beispielsweise gehören flexible Zwischenwände zum traditionellen Bauen. Die mit durchsichtigem oder undurchsichtigem Reispapier bespannte Holzrahmen dienten als Raumteiler und Sichtschutz. Feste Innenwände gab es so gut wie nicht.

In Europa wurden Schiebewände erst mit der klassischen Moderne fester Bestandteil des Architekturkanons. Le Corbusier beispielsweise nutzte variable Zwischenwände, um die von ihm propagierte freie Grundrissgestaltung zu ermöglichen.

Heute werden temporäre Zwischenwände in der Regel dazu genutzt, große Veranstaltungsräume bei Bedarf zu teilen. Beispiele sind Konferenzräume in Bürogebäuden, Aulen in Schulen oder Veranstaltungssäle in Gastronomie und Hotellerie.

Doch teurer und immer knapperer Wohnraum in den Städten verlangt nach kreativen Lösungen. Architekten und Designer greifen die frühen Ideen auf und nutzen Schiebeelemente, um flexible Raumnutzungen in kleinen Wohnungen zu ermöglichen.

Auch die Arbeitsstrukturen werden immer flexibler – Stichwort agiles Arbeiten. Temporäres Teamwork, ortsunabhängiges Arbeiten und eine kreative Arbeitsumgebung verlangen nach flexiblen Raumkonzepten. Auch hier können Schiebewände helfen, eine zukunftweisende Bürogestaltung zu realisieren.

Und welches Objekt planen Sie? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne bei Ihrem nächsten Projekt.

 

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