Schiebetür ohne Zarge: Warum sie nur als Schiebetürsystem in der Wand perfekt ist

Die Frage „Schiebetür mit oder ohne Zarge“ sollte eine gestalterische sein – ist sie aber häufig nicht. Das liegt an der Wahl der falschen Schiebetür. Statt über eine Türzarge als Kantenschutz nachzudenken, informieren Sie sich lieber über das passende Schiebetürsystem.

Mit einer Schiebetür, die als zargenloses Einbausystem konzipiert ist, können Sie die Vorteile dieser Variante voll ausschöpfen. Wir helfen Ihnen, die beste rahmenlose Schiebetür zu finden.

Schiebetür ohne Zarge

Schiebetüren in der Wand: ideal ohne Zarge. Mit den WINGBURG Schiebetürsystemen – kein Problem.

Schiebetür vor normalem Türrahmen montieren? Bitte nicht!

Die alte Flügeltür muss erneuert werden oder ein Durchgang mit einer Tür versehen werden? Dann bieten sich Schiebetüren an. Sie sind platzsparend, gestalterisch vielseitig und komfortabel in der Bedienung.

Wer nun auf die vermeintlich einfach zu montierende Schiebetür vor der Wand setzt, handelt sich gleich zwei Probleme ein:

  1. Der am Boden gewonnene Platz geht an der Wand verloren.
  2. Die Laibungen des Durchgangs liegen ungeschützt vor beziehungsweise hinter dem Schiebetürblatt. Flächen und Kanten können sowohl durch Pendelbewegungen des Türblatts als auch beim Durchqueren beschädigt werden.

Besonders Letzteres soll mit einer Verkleidung der Kanten beziehungsweise der Laibungsflächen verhindert werden. Die Ideen sind ebenso vielfältig wie untauglich:

  • Aufgeklebte Aluwinkeln als Kantenschutz ruinieren das Ambiente des Raums.
  • Eine Einstellzarge ist zwar gestalterisch die beste Lösung, reduziert aber den Durchgang.
  • Ein klassischer Türrahmen verwirrt durch eine Mischung beider Türvarianten. Zudem muss die Laufschiene unterfüttert werden, damit das Türblatt vor den Rahmen laufen kann.

Besser ist es, das Problem direkt anzugehen – mit einer zargenlosen Schiebetür, die den Kantenschutz mitbringt.

Schiebetüren in der Wand: ideal ohne Zarge

Die Notwendigkeit, Kanten und Laibungen des Durchgangs nachträglich zu schützen, entsteht vor allem durch die Position des Türblatts. Bei einer Schiebetür vor der Wand liegen sie frei und sind ungeschützt.

Anders bei einer Schiebetür in der Wand. Hier ist der Kantenschutz im System impliziert:

  • Das Türblatt wird im Durchgang durch die eingebaute Laufschiene sicher geführt. Es kann nicht pendeln. Also auch keine Beschädigungen an den Laibungskanten hervorrufen.
  • Durchgang und Tür werden als Einheit wahrgenommen und entsprechend behandelt.
  • Die Laibung und Kanten werden von dem Einbausystem gebildet. Bei hochwertigen Schiebetürsystemen sind sie für einen sicheren Unterputz-Kantenschutz optimiert.

Ein Schiebetürsystem, das konsequent als Tür ohne Zarge entwickelt wurde, ist BELPORT von WINGBURG. Es bietet alle Vorteile einer zargenlosen Schiebetür.

Expertentipp: Wenn Sie auch bei einer Schiebetür nicht auf eine Türzarge verzichten wollen, ist das innenlaufende Schiebetürsystem CAVIS die richtige Wahl. Es ist für die Aufnahmen eines Holztürrahmens vorgerüstet. Für besonders stark beanspruchte Türen bietet WINGBURG ergänzend zwei unterschiedliche Stahlzargen an.

Volle Durchgangsbreite und Höhe bei Schiebetüren ohne Zarge

Die Menschen werden immer größer. Allein in den vergangene 30 Jahren ist die durchschnittliche Körpergröße in Deutschland um 1,5 Zentimeter gestiegen und liegt heute bei ca. 180 cm für einen Mann. Eine Türöffnung ohne Zarge ist um ebendiese 1,5 Zentimeter höher als eine Tür mit Zarge.

Doch nicht nur praktische Fakten sprechen dafür, die volle Durchgangshöhe und -breite einer Tür zu nutzen. Große Öffnungen wirken offen und großzügig. Die Verbindung zwischen den benachbarten Räumen wird gestärkt.

Expertentipp: Wenn Sie die volle Durchgangsbreite wirklich nutzen möchten, sollte das Türblatt vollständig in den Schiebetürkasten eingeschoben werden können. Ein Push to slide Beschlag in der Laufschiene ermöglicht dies. Denn dank ihm springt das Türblatt bei leichtem Druck etwas aus der Wanddatsche hervor und kann so einfach gegriffen und geschlossen werden. Bei der Wahl der Griffe sollten sie sich für eingelassene Griffmuscheln oder aufgeklebte flache Griffleisten entscheiden.

Less is more – die hohe Kunst der Türgestaltung ohne Zarge

Gestalterisch perfektioniert eine rahmenlose Schiebetür die Reduktion auf Wand, Öffnung und Türblatt. Alle technischen Details wie Laufapparat und Beschläge liegen verdeckt und sind damit unsichtbar.

Auch das eingeschobene Türblatt verschwindet unsichtbar in der Wandtasche. Die Zäsur, die eine Zarge immer darstellt, besteht nicht. Bei geöffneter Tür wird die Verbindung zwischen den Räumen maximal gestärkt.

Zargenlose Schiebetürsysteme wie BELPORT sind daher ideal als Raumteiler. Sie ermöglichen es, Grundrisse großzügig zu gestalten und dennoch flexibel zu nutzen.

Guter Kantenschutz bei Schiebetüren mit Spachtelzarge

Wie schon angesprochen haben Hersteller wie WINGBURG den Kantenschutz auch bei Schiebetüren ohne Zarge sicher im Griff.

Alle Profile rund um die Türöffnung – also vorderer Anschlag, Traverse und Einlaufholme – bilden eine Spachtelzarge. Ihre Oberfläche ist so gestaltet, dass der Putz gut aufgebracht und sicher gehalten werden kann. An den Kanten unterstützen kleine Leisten zusätzlich.

Expertentipp: Häufig wird für eine rahmenlose Optik eine Gipskartonzarge angeboten. Diese stellt jedoch einen zusätzlichen Montageaufwand dar und muss in die Wandoberfläche eingebunden werden. Mit einem entsprechend optimierten rahmenlosen Schiebetürsystem ist eine Zarge aus Gipskarton nicht notwendig.  

Schiebetür ohne Zarge einbauen

Bei einer normalen Tür übernimmt die Zarge wichtige konstruktive Aufgaben. Sie nimmt die Beschläge wie Türbänder und Schloss auf.

Die Zarge – bestehend aus Türfutter und Türrahmen – wird in die Türöffnung eingestellt und montiert. Der Rahmen – verantwortlich für die klassische Optik – überdeckt die Fuge zwischen Wand und Türfutter.

Schiebetürsysteme wir BELPORT benötigen rein konstruktiv keinen Blendrahmen rund um die Öffnung. Sie bestehen aus einem System, das die Traverse mit Laufapparat, die Wandtasche mit Einschub sowie den vorderen und hinteren Anschlag umfasst.

Wie auch bei einer normalen Tür wird das System vor der Montage zusammengebaut. Dies erfolgt durch nur einen Monteur in etwa 15 Minuten – vor Ort oder vorab in der Werkstatt.

Auf der Baustelle wird der Rahmen in die vorher hergestellte Türöffnung der Rohbauwand eingestellt, justiert und montiert. Im nächsten Schritt wird die Wandoberfläche fertiggestellt. BELPORT kann je nach Ausführung in eine Trockenbauwand oder massives Mauerwerk eingebaut werden.

Bei der Herstellung der Wandoberfläche werden die Schiebetürbox sowie alle Profile beplankt beziehungsweise verputzt. Dadurch entsteht die perfekte minimalistische Optik.

Durchdachtes System für maximale Konsequenz

Neben dem einfachen Einbau bieten hochwertige Schiebetürsysteme wie BELPORT noch einen weiteren Vorteil: Sie halten das angestrebte reduzierte Design bis ins Detail durch.

Durch den fehlenden Rahmen können die Beschlagsets für Glas- oder Holztürblätter nicht überdeckt werden. Sie arbeiten mit ebenfalls unsichtbaren Befestigungen:

  • Die Halterung für Holztürblätter wird von oben in das Türblatt eingesetzt.
  • Die Klemmbeschläge für ESG-Türblätter werden von einer durchgehenden Leiste aus gebürstetem Aluminium verdeckt.

Schiebetüren ohne Zarge sind also problemlos umsetzbar. Sie bereichern so eine moderne Architektur mit großzügigen Grundrissen und reduziertem Ambiente – Kantenschutz inklusive.

Ebenfalls inklusive ist unsere fachkundige Beratung. Nehmen Sie direkt Kontakt auf. Wir helfen Ihnen gerne bei Fragen rund um Schiebetüren weiter.